Restfarbverstärkung

Vom Kaninchen-Stalking war noch das ganz lange Tele drauf, und ich hab dann einfach mal geschaut, was überhaupt damit machbar ist im Wald und am Rande der Dunkelheit. Bild oben bei ISO-Einstellung 6400, unten sogar 25.600, um noch aus der Hand fotografieren zu können. Es war auf jeden Fall deutlich mehr Farbe aus den Bildern herauszukitzeln, als man mit unbewehrtem Auge noch sehen konnte …

trockener Farn

11 replies to “Restfarbverstärkung

  1. Interessantes Ergebnis.

    Manchmal, Christian, verstärke ich Konturen – in letzter Zeit – über den Regler „Schärfe“. Sobald das Schneien einsetzt, höre ich auf.
    Auch den Regler „Licht“ setze ich etwas ein. Ich denke auch, daß manches Makro etwas zu lichtschwach ausfällt.

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    1. Ich versuche im Moment mal wieder etwas unterschiedlichere Bearbeitungen, nach Tageslust und -laune. Gerade bei Rohdaten hat man ja dutzendweise verschiedene Möglichkeiten, eine Bildstimmung zu erzielen. – Beim Schärfen bin ich in letzter Zeit sehr begeistert vom Hochpassfilter (auf einer separaten Ebene und dann mit „hartes Licht“ einkopiert), weil man damit sehr viel stärker schärfen kann, ohne dass es „schneit“. Wobei ich das bei so verrauschten Bildern wie hier auch noch nicht probiert habe.

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      1. Hört sich interessant an.
        Ich selbst nutze nur Standardsachen, simpelste Regler. Von Hochpassfiltern hatte ich noch nichts gehört.

        Meine Frau möchte, dass ich mir – jetzt – eine neue Spiegelreflex kaufe, da könnte sie finanziell beisteuern. Aber die D5100 von Nikon, die ich jetzt habe, ob die stark zu toppen wäre?
        Ein Mehr an Funktionen brauche ich ja nicht.

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      2. Spannend, was man je nach Gewohnheit als Standardsachen definiert. Ich arbeite mit Photoshop seit 1992 und ich glaube, das Hochpassfilter war damals schon drin. Gemessen daran sind die Schieberegler im Raw-Konverter neumodischer Kram :)
        Hm, bei der 7er Reihe könnte der Sucher etwas besser sein, aber alle Grundfunktionen hast du in deiner ja auch. Und Vollformat würde für deine Makro-Zwecke wohl keinen Vorteil bringen. Generell finde ich inzwischen die Spiegellosen für sehr viele Szenarien interessanter als die mit Spiegel, aber zu stolzen Preisen.

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      3. Im Prinzip alles, was Systemkamera mit Wechselobjektiv ist, aber keinen optischen Reflexsucher und dadurch auch keinen Schwingspiegel hat.

        Bei Nikon wäre das die Z-Serie, aber weil es sowieso ein anderes Bajonett ist, bist du nicht auf dieselbe Marke angewiesen (es sei denn, du legst Wert darauf, die bisherigen Objektive mit AF und allen Funktionen weiterverwenden zu können. Wenn dir manueller Fokus und Zeitautomatik reichen, kannst du deine Nikon-Optiken an alle anderen Marken auch anschließen, siehe unten).

        Man würde also Typ und vor allem Sensorgröße nach den wichtigsten Anwendungsgebieten auswählen: Für Landschaft / Weitwinkel bis Normalobjektiv und lichtstarkes Kurztele / Portrait würde ich einen Vollformat-Sensor nehmen, für Tele- und Makrozwecke bist du mit einem kleineren Sensor (APS-C oder noch kleiner, also Micro Four Thirds) besser bedient.

        Ich stand den Spiegellosen sehr lange skeptisch gegenüber, weil ein elektronischer Sucher halt pixelig ist und schon bei der Bildgestaltung Strom braucht; aber die Vorteile dieser Bauart für einige Zwecke sind enorm. Die zwei wichtigsten Pluspunkte aus meiner Sicht:

        Weil das Auflagemaß (Abstand Objektivauflagefläche–Sensor) viel kleiner ist als bei einer Spiegelreflex, ist genug Platz, um so ziemlich alles zu adaptieren. Ich verwende an ein und derselben (Olympus-)Kamera M39-Objektive von russischen Schraubleica-Nachbauten, Nikon-, Leica-M- und neuerdings Exa-Bajonett, M42 und sogar eine Großformatkamera als aufgebohrtes Balgengerät – you name it, it’ll work. Und solange du auf elektronische Objektivsteuerung und AF verzichten kannst, kosten diese Adapter auch ziemlich wenig Geld, meist um 20 Euro bei z.B. enjoyyourcamera.de

        Und der elektronische Sucher hat halt Fokushilfen, von denen die DSLR nur träumen kann. Bei meinem Modell kann ich in einen beliebigen Ausschnitt des Bildes in 3- bis 14-facher Vergrößerung reinzoomen und das sogar auf Taste legen, so dass das nutzbar ist, ohne die Kamera je vom Auge nehmen zu müssen. Damit ist selbst mit lichtschwachen Objektiven in der Dämmerung enorm sicheres Fokussieren möglich.

        (Das ist jetzt fast etwas peinlich, wie ich über Elektronik schwärme, aber das Bauprinzip „spiegellose digitale Systemkamera“ ist aus meiner Sicht tatsächlich der bisher wichtigste Fortschritt in der Fototechnik dieses Jahrhunderts.)

        Übrigens eins noch: Es ist ein wichtiger Unterschied, ob dir gute Handhabung der Kamera in der Hand wichtig ist oder ob du möglichst viele verschiedene Dinge adaptieren möchtest. Je größer der ergonomische Handgriff nach vorn, desto weniger Platz für exotische Basteleien ;-)

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      4. Ein wichtiges Postscriptum noch: Aus meiner Sicht rechtfertigt nichts von all den Schwärmereien unmittelbar den Neukauf des jeweils modernsten Modells. Auch bei Elektronik halte ich es zuallermeist so, dass ich entweder gebraucht oder ein Auslaufmodell kaufe, schon um nicht zusätzliche Nachfrage nach dem Neuesten zu generieren, weil Nachhaltigkeit usw. – Wobei man Spiegellosen hier zugute halten kann, dass sie die Weiterverwendung von Altglas in einem Umfang ermöglichen, der an Reflexen undenkbar ist. An meiner hängen meistens 30 bis 50 Jahre alte Objektive dran, die noch gut sind, aber sonst nicht mehr zum Einsatz kämen, insofern betrachte ich diese Kamera auch als kleines Puzzleteil dabei, insgesamt weniger Neues nachzufragen.

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      5. Ich denke ähnlich.
        Neues nur weil es neu ist, zu kaufen, macht keinen Sinn.

        Meine Frau hatte mir vorletzten Winter eine DMC-TZ114 gekauft. Der Verkäufer versichterte gute Makroeigenschaften. Ich zweifelte das daheim sofort an. Deswegen musste ich selbst zum Fotografen und bat ihn, meiner Frau notfalls telefonisch zu versichern, daß das Gerät meinem Signum-Makro unterlegen ist.
        Diese DMC „kann zwar zum Mond fliegen“, hat alle möglichen Features, ist eine gute Reisekamera, aber Details einer Fliege bekomme ich damit natürlich nicht hin, versuche das auch überhaupt nicht.

        Technisch versiert bin ich auch nicht so wie Du, nur ein guter Praktiker. Ich habe meine eigenen Methoden ermittelt für anständige Ergebnisse.

        Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Wort – das scheint generell kaum noch angekommen zu sein, wie auch manch anderes.

        Deinen vorigen Text, den ich in eine Worddoku kopiert hatte, muss ich nochmal in Ruhe lesen.
        Danke!!

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